Wir haben die öffentlichen DNS-Einträge von 23.488 Firmen-Domains aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet. Ergebnis: SPF ist Standard, DMARC bleibt meist im Beobachtungsmodus.
23.488 Domains · Stand 19.10.2026 · Methodik unten
41,7 %
setzen DMARC durch
p=quarantine oder p=reject
33,1 %
stehen auf p=none
DMARC nur beobachtend
25,1 %
haben gar kein DMARC
kein gültiger _dmarc-Eintrag
58,3 %
haben SPF, DKIM und DMARC
Untergrenze, siehe Methodik
Nur quarantine und reject sagen dem Empfänger, was er mit gefälschten Mails tun soll. p=none sammelt bestenfalls Berichte.
Ungültige oder doppelte DMARC-Einträge (0,3 %) zählen als „kein DMARC“.
Bei 25,1 % fehlt DMARC ganz, weitere 33,1 % stehen auf p=none. Bei 58,3 % der Domains sagt also kein DMARC-Eintrag dem Empfänger, dass er Mails mit gefälschtem Absender abweisen oder in den Spam legen soll.
p=none ist als Startpunkt gedacht: erst Berichte sammeln, dann verschärfen. Viele bleiben dort stehen. 15,5 % aller Domains haben p=none und nicht einmal eine Berichtsadresse (rua). Sie schützen nichts und sehen auch nichts.
97,5 % haben einen SPF-Eintrag. 62,2 % enden mit -all, 31,3 % mit dem weicheren ~all. 1,5 % erlauben mit +all oder ?all praktisch jeden Absender.
Google und Yahoo verlangen von Massenversendern seit 2024 SPF, DKIM und DMARC, Microsoft für Outlook.com seit Mai 2025. Alle drei fanden wir bei 58,3 % der Domains. Weil DKIM nur mit bekanntem Selektor auffindbar ist, ist das eine Untergrenze.
63,2 % der Domains empfangen Mails über Microsoft 365, 9,5 % über Google Workspace. 15,0 % schalten ein Security-Gateway wie Hornetsecurity, Sophos oder Proofpoint davor.
Bei Strato setzen 80,2 % DMARC durch, bei IONOS nur 12,6 %, obwohl dort 89,8 % einen Eintrag haben. Die Einträge sind meist identisch und ohne Berichtsadresse. Das spricht für Voreinstellungen des Hosters, nicht für eine bewusste Entscheidung.
In der Schweiz setzen 47,1 % DMARC durch, in Deutschland 41,6 %, in Österreich 39,1 %. Unter den Branchen hat Recht & Steuern mit 64,9 % die niedrigste DMARC-Quote, Logistik & Handel mit 82,1 % die höchste.
MTA-STS, das die Verschlüsselung eingehender Mails erzwingt, nutzen 3,0 %. TLS-Reporting 3,2 %, BIMI für das Markenlogo im Postfach 2,3 %.
Heller Balken: DMARC vorhanden. Dunkler Balken: DMARC durchgesetzt. Segmente unter 150 Domains weisen wir nicht aus.
Ermittelt aus den MX-Einträgen. Steht ein Security-Gateway davor, haben wir die Plattform aus dem SPF-Eintrag abgeleitet.
Plattformen unter 150 Domains sind nicht einzeln aufgeführt.
Mit Berichtsadresse (rua) starten, zwei bis vier Wochen auswerten, dann auf quarantine und später reject gehen. Wer nie verschärft, hat DMARC nur auf dem Papier.
Newsletter, Rechnungen, Vertriebsmails: Ab 5.000 Mails am Tag an Gmail oder Outlook.com sind SPF, DKIM und DMARC Pflicht. Fehlt einer, landen Mails im Spam oder werden abgelehnt.
Ohne durchgesetztes DMARC kann jeder Mails im Namen Ihrer Domain verschicken. Das trifft Ihre Kunden zuerst, Ihren Ruf danach.
Für Outbound richten wir eigene Versanddomains mit SPF, DKIM und DMARC ein, bevor eine Mail rausgeht. So bleibt die Hauptdomain sauber, auch wenn eine Kampagne nicht läuft.
Done-for-you Outbound
KNK baut die Versand-Infrastruktur, schreibt und versendet die Kampagnen, beantwortet jede Antwort und ruft Interessenten an. Sie bekommen Termine in Ihren Kalender.
KNK Outbound (2026): DMARC-Statistik 2026. Auswertung von 23.488 Firmen-Domains aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. https://knkoutbound.com/de/dmarc-statistik/
Zahlen und Grafiken stehen unter CC BY 4.0. Nutzen Sie sie gern in Artikeln, Präsentationen und Berichten, mit Quellenangabe und Link auf diese Seite.
In unserer Stichprobe von 20.333 deutschen Firmen-Domains haben 74,6 % einen DMARC-Eintrag. Durchgesetzt (quarantine oder reject) ist er bei 41,6 %. Die Stichprobe besteht überwiegend aus B2B-Firmen.
p=none ist der Beobachtungsmodus. Empfänger behandeln Mails, die SPF und DKIM nicht bestehen, ganz normal und schicken nur Berichte an die rua-Adresse. Schutz gegen gefälschte Absender bringen erst p=quarantine (Spam-Ordner) und p=reject (Ablehnung).
Gesetzlich nicht. Google und Yahoo verlangen es seit Februar 2024 von allen, die mehr als 5.000 Mails am Tag an ihre Postfächer senden, Microsoft für Outlook.com seit Mai 2025. Dafür reicht p=none. Sicherheitsbehörden wie das BSI empfehlen SPF, DKIM und DMARC allen Unternehmen.
Mit unserem kostenlosen E-Mail-Check: Domain eingeben, und Sie sehen in wenigen Sekunden, wie SPF, DKIM, DMARC, MX, MTA-STS und BIMI eingerichtet sind, mit konkreten Hinweisen zur Behebung.
Ja. Zahlen und Grafiken stehen unter CC BY 4.0. Bitte nennen Sie KNK Outbound als Quelle und verlinken Sie diese Seite. Die aggregierten Daten gibt es als CSV.
Ja, wir wiederholen die Auswertung mit derselben Methode, damit sich die Entwicklung über die Zeit vergleichen lässt. Die URL bleibt gleich.